Zum Inhalt springen

Make or Buy

Standardsoftware oder Individualsoftware: So entscheiden Sie

Von Dominik Natter · Zuletzt aktualisiert am 1. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Nehmen Sie Standardsoftware, wenn sie Ihren Ablauf zu 80 Prozent abdeckt und der Rest kein Wettbewerbsvorteil ist. Bauen Sie selbst, wenn mehrere Systeme zusammenspielen müssen, Ihr Ablauf Sie vom Wettbewerb unterscheidet oder die Anpassung des Standards teurer wird als eine eigene Lösung. In der Praxis ist die beste Antwort oft eine Kombination: Standard für Buchhaltung und ERP, massgeschneidert für das, was Ihren Betrieb besonders macht.

Was für Standardsoftware spricht

Standardsoftware ist sofort verfügbar, erprobt und wird vom Hersteller weiterentwickelt. Gesetzliche Änderungen wie neue MWST-Sätze oder Zahlungsformate sind im Abo enthalten. Für Buchhaltung, Lohn, einfache Auftragsbearbeitung und Standard-Shops gibt es keinen Grund, etwas Eigenes zu bauen.

Wo Standardsoftware an Grenzen kommt

  • Mehrere Systeme müssen Daten austauschen und keines fühlt sich zuständig.
  • Der Ablauf weicht von der Norm ab und wird mit Excel-Listen neben dem System geführt.
  • Anpassungen am Standard sind möglich, aber teuer und bei jedem Update gefährdet.
  • Lizenzkosten pro Nutzer wachsen schneller als der Nutzen.

Sechs Fragen für Ihre Entscheidung

  • Unterscheidet uns dieser Ablauf von Mitbewerbern, oder ist er bei allen gleich?
  • Wie viele Excel-Listen führen wir heute neben der Software?
  • Was kostet die Anpassung des Standards im Vergleich zu einer eigenen Lösung über fünf Jahre?
  • Welche Systeme müssen angebunden werden, und gibt es dafür fertige Konnektoren?
  • Wer betreut die Lösung in fünf Jahren?
  • Was passiert, wenn der Hersteller das Produkt einstellt oder die Preise erhöht?

Der Mittelweg: Standard im Kern, individuell am Rand

Die meisten KMU fahren am besten mit einem Standard-ERP als führendem System und einer schlanken eigenen Anwendung für den Teil, den das ERP nicht kann. Die eigene Anwendung liest und schreibt über Schnittstellen, das ERP bleibt unverändert und updatefähig.

So bezahlen Sie nur für das, was Sie wirklich unterscheidet, und bleiben unabhängig von teuren Anpassungen am Standard.

Entscheidungshilfe

Buchhaltung, Lohn, MWSTStandardgesetzliche Pflege durch den Hersteller
Einfacher Shop mit ListenpreisenStandardShopify oder WooCommerce
Verbindung zwischen zwei SystemenKonnektor prüfen, sonst individuellabhängig von Volumen und Logik
Kernprozess mit BesonderheitenIndividuellangebunden an das ERP
Portal für Kunden oder PartnerMeist individuellausser das ERP-Modul genügt

Häufige Fragen

Wann raten Sie von Individualsoftware ab?

Immer dann, wenn ein Standardprodukt den Fall zu 80 Prozent abdeckt und der Rest kein Wettbewerbsvorteil ist. Für Buchhaltung, einfache Terminbuchung oder einen kleinen Shop gibt es gute fertige Lösungen. Wir sagen Ihnen das im Erstgespräch. Massgeschneidert lohnt sich dort, wo mehrere Systeme zusammenspielen müssen oder Ihr Ablauf von der Norm abweicht.

Wer hat die Rechte an Code und Daten?

Die Daten gehören Ihnen. Der Quellcode liegt in einem Repository, auf das Sie Zugriff haben, und die Nutzungsrechte daran gehen mit der vollständigen Bezahlung an Sie über. Wir setzen auf verbreitete Technologien wie Next.js, C# und PostgreSQL, damit auch ein anderes Team die Software weiterführen kann.

Wie abhängig machen wir uns von Natter Solutions?

So wenig wie möglich, und darauf achten wir von Anfang an. Jedes Projekt wird so dokumentiert und übergeben, dass Betrieb und Weiterentwicklung ohne uns möglich sind: Repository, Architekturbeschrieb, Betriebshandbuch und Zugangsdaten liegen bei Ihnen.

Passende Leistungen:IndividualsoftwareSchnittstellen

Sprechen wir über Ihren Fall.

20 Minuten genügen, um zu klären, ob sich eine eigene Lösung für Sie lohnt.