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Lösung

E-Rechnung aus dem ERP versenden

Wir erzeugen E-Rechnungen aus dem ERP, das Sie schon haben: XRechnung oder ZUGFeRD für Kunden in Deutschland und der EU, QR-Rechnung und eBill im Inland, jede Rechnung im Format, das der Kunde verlangt. Oft genügt dafür ein Update oder Zusatzmodul Ihres ERP-Herstellers, das sagen wir Ihnen offen. Eine eigene Schnittstelle lohnt sich, wenn Rechnungen auch ausserhalb des ERP entstehen oder Kunden Sonderwünsche haben.

Für wen: Für KMU in der Schweiz und Liechtenstein mit Kunden in Deutschland oder der EU, die mit Abacus, bexio, Sage, Odoo, Business Central oder einer Branchenlösung fakturieren.

Ausgangslage

Wie der Ablauf heute läuft

Eine gesetzliche Pflicht haben Sie als KMU in der Schweiz oder in Liechtenstein ohne Niederlassung in Deutschland nicht. Ihre deutschen Kunden stellen aber bis 2028 ihre Buchhaltung auf E-Rechnungen um und dürften XRechnung oder ZUGFeRD zunehmend verlangen, auch vertraglich. Deutsche Bundesbehörden verlangen E-Rechnungen schon heute, die Bundesverwaltung in der Schweiz ab einem Vertragswert über CHF 5'000. Heute geht die Rechnung als PDF hinaus, oder jemand tippt sie ein zweites Mal ins Portal des Kunden. Im Inland laufen daneben QR-Rechnung und eBill. Jeder Kunde will etwas anderes.

Was das kostet

  • Rechnungen werden ein zweites Mal von Hand ins Lieferantenportal des Kunden getippt.
  • Jeder Kunde will ein anderes Format: XRechnung, ZUGFeRD, eBill oder PDF mit QR-Rechnung.
  • Eine abgewiesene Rechnung fällt erst bei der Mahnung auf, das Geld kommt später.
  • Rechnungen entstehen in mehreren Systemen, etwa im ERP, im Shop und in einer Branchenlösung.

Ablauf

Wie der Ablauf danach aussieht

  1. 01

    Rechnung wie gewohnt

    Sie fakturieren weiter im ERP, im Shop oder in Ihrer Branchenlösung. Niemand erfasst eine Rechnung ein zweites Mal.

  2. 02

    Format pro Kunde

    Im Kundenstamm steht, was der Kunde verlangt: XRechnung, ZUGFeRD, eBill oder PDF mit QR-Rechnung, dazu Pflichtangaben wie seine Bestellnummer.

  3. 03

    Strukturierte Daten

    Aus den Rechnungsdaten entsteht der Datensatz nach der europäischen Norm EN 16931, mit Positionen, MWST und Zahlungsangaben.

  4. 04

    Prüfung vor dem Versand

    Jede E-Rechnung wird gegen die Norm und die Vorgaben des Kunden geprüft. Fehlt eine Angabe, sieht Ihre Buchhaltung den Grund, bevor die Rechnung hinausgeht.

  5. 05

    Versand

    Die Rechnung geht auf dem vereinbarten Weg hinaus: per E-Mail, über das Peppol-Netzwerk, ins Portal des Kunden oder als eBill ins E-Banking.

  6. 06

    Protokoll und Archiv

    Jeder Versand ist protokolliert, Fehler lösen eine Meldung aus. Die XML-Datei wird unverändert aufbewahrt, nicht nur eine Ansicht davon.

Kann Ihr ERP die E-Rechnung schon? Die ehrliche Prüfliste

Fragen Sie zuerst Ihren ERP-Hersteller. Viele Programme bieten E-Rechnungen als Funktion oder Zusatzmodul. Microsoft dokumentiert für Business Central in der deutschen Version XRechnung, ZUGFeRD und Peppol BIS 3.0, Abacus versendet ZUGFeRD-Rechnungen über das Modul E-Business.

Reicht ein Update oder ein Modul, ist das eine Konfiguration für Ihren ERP-Partner und kein Projekt für uns. Beantworten Sie alle fünf Fragen mit Ja, brauchen Sie keine eigene Schnittstelle.

  • Entstehen alle Rechnungen im ERP, nicht auch im Shop, in einer Branchenlösung oder in Excel?
  • Erzeugt Ihre Version XRechnung oder ZUGFeRD im Profil EN 16931? Ihr ERP-Partner kennt Modul, Version und Kosten.
  • Liefert das ERP alle Angaben, die Ihre Kunden verlangen, etwa die Bestellnummer im vorgesehenen Feld?
  • Stellt es die Rechnung auf dem gewünschten Weg zu, per E-Mail, über Peppol oder ins Portal des Kunden?
  • Merken Sie, wenn ein Kunde eine E-Rechnung abweist?

XRechnung, ZUGFeRD, Peppol, eBill und QR-Rechnung im Überblick

FormatWas es istWofür Sie es brauchen
XRechnungReines XML nach EN 16931, in Deutschland entwickeltKunden in Deutschland, deutsche Bundesbehörden
ZUGFeRDPDF mit eingebetteten XML-Daten, zulässig ab Version 2.0.1Kunden in Deutschland: Der Kunde sieht ein PDF, sein System liest die Daten
PeppolEuropäisches Format Peppol BIS Billing 3.0 auf Basis von EN 16931, vor allem ein ÜbertragungswegVersand über einen Dienstleister mit Zugangspunkt, auch aus der Schweiz
eBillSchweizer Lösung, die Rechnung erscheint im E-Banking des EmpfängersKunden in der Schweiz, für Kunden in Deutschland in der Regel kein Weg
QR-RechnungSchweizer Zahlteil mit Empfänger, Betrag und Referenz, ohne RechnungspositionenZahlungen in der Schweiz, keine E-Rechnung nach EN 16931
Zusammenfassung aus unserem Ratgeber zur E-Rechnung, Stand November 2026.

Was kostet eine E-Rechnung aus dem ERP? Ein Rechenbeispiel

Die Zeitersparnis allein trägt eine Schnittstelle nur bei grösserem Volumen. Oft entscheidet der wichtige Kunde, der das Format verlangt.

Annahmen: Rechnungen, die heute von Hand in ein Kundenportal getippt oder nachbearbeitet werden, 5 Minuten pro Rechnung, 85 Prozent danach ohne Handarbeit, CHF 70 pro Stunde intern, Wartung 15 Prozent der Projektkosten pro Jahr. Im Rechner auf dieser Seite setzen Sie Ihre eigenen Werte ein.

100 Rechnungen pro Monat ergeben 100 Stunden im Jahr, davon 85 Stunden oder CHF 5'950 gespart. Bei einer Anbindung für CHF 8'000 bleiben nach CHF 1'200 Wartung CHF 4'750 pro Jahr, das Projekt ist nach gut eineinhalb Jahren bezahlt. Bei CHF 15'000 bleiben CHF 3'700, es dauert rund vier Jahre.

300 Rechnungen aus mehreren Quellsystemen sparen CHF 17'850 pro Jahr. Nach CHF 3'750 Wartung bleiben CHF 14'100, ein Projekt für CHF 25'000 ist nach knapp zwei Jahren bezahlt.

Projektkosten und jährliche Ersparnis im Vergleich

+Werte als Tabelle anzeigen
WertProjektkostenErsparnis pro Jahr nach Wartung
100 Rechnungen, Anbindung CHF 8'000CHF 8'000CHF 4'750
100 Rechnungen, Anbindung CHF 15'000CHF 15'000CHF 3'700
300 Rechnungen, mehrere SystemeCHF 25'000CHF 14'100
Beispielrechnung mit Annahmen: 5 Minuten pro Rechnung, 85 Prozent ohne Handarbeit, CHF 70 pro Stunde intern, Wartung 15 Prozent der Projektkosten pro Jahr.

Preisrahmen nach Variante

VariantePreisrahmenHinweis
Zusatzmodul oder Update des ERP-Herstellersje nach Hersteller und LizenzKonfiguration durch Ihren ERP-Partner, kein Projekt
Eigene Schnittstelle für ein SystemCHF 3'000 bis 15'000pro Anbindung, je nach System
Mit zusätzlicher Logik, etwa mehreren QuellsystemenCHF 8'000 bis 25'000eine Automation
Vorstudie mit KostendachCHF 4'000 bis 9'000Festpreis, 2 bis 3 Wochen
Wartung und Betrieb pro Jahr15 bis 20 %der Projektkosten
Richtwerte exkl. MWST. Verbindlich wird der Preis mit Offerte oder Kostendach.

So führen Sie die E-Rechnung aus dem ERP ein

  1. Woche 1

    Erstgespräch und ERP-Prüfung

    Welche Kunden verlangen welches Format, und kann Ihr ERP es schon? Reicht ein Modul, sagen wir es Ihnen.

  2. Woche 1 bis 3

    Vorgaben der Kunden festhalten

    Format, Pflichtangaben und Versandweg pro Kunde. Bei mehreren Quellsystemen in einer Vorstudie zum Festpreis.

  3. ab Woche 2

    Umsetzung

    Datensatz nach EN 16931, Prüfung vor dem Versand, Versandwege und Protokoll.

  4. vor dem Start

    Testrechnung beim Kunden

    Ein wichtiger Kunde prüft eine Testrechnung, bevor Sie umstellen.

  5. Woche 2 bis 8

    Umstellung Kunde für Kunde

    Zuerst die Kunden, die das Format verlangen. Alle anderen erhalten ihre Rechnung wie bisher.

  6. danach

    Betrieb und Wartung

    ERP und Vorgaben der Kunden ändern sich, die Schnittstelle zieht mit.

Integrationen

Welche Systeme angebunden werden

Die Rechnung entsteht weiter in Ihrem ERP. Wir lesen die Rechnungsdaten über die vorhandene Schnittstelle, erzeugen das Format, das der Kunde verlangt, und protokollieren den Versand. Auch Business Central und SAP Business One binden wir an. Für Peppol arbeiten wir mit einem Dienstleister mit Zugangspunkt.

ERP und Buchhaltung
  • Abacus
  • bexio
  • Sage
  • Odoo
Bank und Zahlungsverkehr
  • QR-Rechnung
  • eBill

Abgrenzung

Standardsoftware oder massgeschneidert?

Standardsoftware genügt, wenn

  • Ihre Rechnungen entstehen vollständig im ERP.
  • Ihr ERP-Hersteller liefert das verlangte Format, etwa XRechnung oder ZUGFeRD im Profil EN 16931.
  • Nur wenige Kunden haben Sonderwünsche an Angaben oder Versandweg.

Fertige Produkte für diesen Fall: Funktionen und Zusatzmodule der ERP-Hersteller, etwa die E-Rechnung in Business Central oder das Modul E-Business von Abacus, sowie Peppol-Dienstleister mit Zugangspunkt.

Massgeschneidert lohnt sich, wenn

  • Rechnungen entstehen auch im Shop, in einer Branchenlösung oder in einer FileMaker-Anwendung.
  • Ihr ERP erzeugt kein strukturiertes Format, und ein Wechsel steht nicht zur Diskussion.
  • Kunden verlangen eigene Angaben wie Bestellnummern pro Position oder den Versand über ihr Portal.
  • Sie wollen Versand und Zustellung überwachen, statt Abweisungen erst bei der Mahnung zu bemerken.

Aufwand

Preisrahmen und Dauer

Preisrahmen
CHF 3'000 bis 25'000
Dauer
2 bis 8 Wochen

Unverbindlicher Richtwert, exkl. MWST.

Was den Aufwand bestimmt

Reicht ein Zusatzmodul Ihres ERP-Herstellers, ist das eine Konfiguration für Ihren ERP-Partner und kein Projekt. Eine eigene Anbindung kostet je nach System CHF 3'000 bis 15'000, mit zusätzlicher Logik wie mehreren Quellsystemen CHF 8'000 bis 25'000.

Verbindlich wird der Preis nach der Vorstudie zum Festpreis.

Ihr Fall in Zahlen

100
5
70
85 %
Stunden pro Jahr gebunden
100
Kosten pro Jahr heute
CHF 7'000
Mögliche Einsparung pro Jahr
CHF 6'000

85 Stunden frei für andere Aufgaben

Zahlen im Erstgespräch prüfen

Überschlagsrechnung mit Ihren Angaben. Kein Angebot.

E-Rechnung aus dem ERP versenden

Häufige Fragen

Muss ich als Schweizer Firma deutschen Kunden eine E-Rechnung schicken?

Gesetzlich nein, solange Sie in Deutschland weder Sitz noch eine am Umsatz beteiligte Betriebsstätte haben. Die deutsche Pflicht gilt nur, wenn Rechnungssteller und Kunde beide in Deutschland ansässig sind. Ihr Kunde kann eine E-Rechnung aber vertraglich verlangen, und das dürfte häufiger werden. Für eine deutsche Tochtergesellschaft gilt die Pflicht dagegen voll.

Ist ein PDF per E-Mail eine E-Rechnung?

Nein. Nach deutschem Recht ist eine E-Rechnung ein strukturierter Datensatz nach der europäischen Norm EN 16931, etwa XRechnung oder ZUGFeRD. Ein normales PDF gilt als sonstige Rechnung, auch wenn es per E-Mail kommt. Ein ZUGFeRD-PDF sieht aus wie ein normales PDF, enthält aber zusätzlich alle Rechnungsdaten als XML.

Brauchen wir für E-Rechnungen ein neues ERP?

Nicht unbedingt. Viele ERP- und Buchhaltungsprogramme bieten E-Rechnungen als Funktion oder Zusatzmodul an, Ihr ERP-Partner kennt den Stand Ihrer Version. Fehlt die Funktion oder entstehen Rechnungen ausserhalb des ERP, erzeugt eine Schnittstelle die Daten aus Ihrem bestehenden System. Eine Anbindung kostet je nach System CHF 3'000 bis 15'000.

Von Dominik Natter · Zuletzt aktualisiert am 5. November 2026

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