Grundlagen
KI-Suche: So wird Ihre Firma in ChatGPT und im Google KI-Modus gefunden
Von Dominik Natter · Zuletzt aktualisiert am 5. November 2026 · 8 Min. Lesezeit
Kurz gesagt
In ChatGPT und im Google KI-Modus gefunden werden Sie mit denselben Grundlagen wie bei der klassischen Suche: Ihre Seiten müssen auffindbar sein, Fragen klar beantworten und vertrauenswürdig wirken. Google sagt selbst, dass es für die KI-Suche keine zusätzlichen Anforderungen und keine speziellen Optimierungen braucht. Was heute den Unterschied macht, sind klare Antwortseiten zu Preisen, Ablauf und Region, gepflegte Firmenprofile, vollständige Produktdaten im Shop und eine bewusste Entscheidung, welche KI-Crawler Sie zulassen. Eine Garantie, in KI-Antworten genannt zu werden, gibt es nicht.
Was ändert sich, wenn Kunden mit KI suchen?
Statt einer Liste mit zehn Links bekommen Ihre Kunden eine fertige Antwort. Darin stehen ein paar Quellen und manchmal ein paar Anbieter. Wer dort genannt wird, ist im Gespräch. Wer fehlt, wird oft gar nicht mehr angeklickt.
In der Schweiz ist das seit dem 8. Oktober 2025 Alltag. An diesem Tag hat Google den KI-Modus in der Schweiz auf Deutsch, Französisch und Italienisch freigeschaltet, gleichzeitig in Deutschland und Österreich. Der KI-Modus zerlegt eine Frage in viele Teilfragen, sucht parallel und fasst das Ergebnis mit Links zusammen. Dazu kommen ChatGPT, Microsoft Copilot und Perplexity, die bei vielen Fragen ebenfalls im Web suchen.
Die gute Nachricht: Die KI erfindet ihre Empfehlungen nicht aus dem Nichts. Sie stützt sich auf Seiten, die sie findet, lesen darf und verstehen kann. Das sind weitgehend dieselben Grundlagen wie bei der klassischen Suchmaschinenoptimierung.
- der Bevölkerung starten die Suche nach einem KMU direkt mit ChatGPT oder Copilot
- 13 %
- sind es bei den 18- bis 29-Jährigen
- 21 %
- der Schweizer KMU haben nie geprüft, was KI-Systeme über sie ausgeben
- 58 %
- Start des Google KI-Modus in der Schweiz, in Deutschland und Österreich
- 8. Okt. 2025
Erste Suche nach einem KMU startet mit einem KI-Tool, nach Alter
+Werte als Tabelle anzeigen
| Wert | Anteil |
|---|---|
| 18 bis 29 Jahre | 21% |
| 30 bis 44 Jahre | 16% |
| 45 bis 59 Jahre | 12% |
| 60 bis 79 Jahre | 6% |
Weniger Klicks, aber bessere Anfragen?
Einfache Fragen beantwortet die KI direkt. Öffnungszeiten, eine grobe Preisspanne oder die Frage, was eine Leistung umfasst, braucht der Kunde dann nicht mehr auf Ihrer Website nachzulesen. Rechnen Sie deshalb damit, dass ein Teil der informativen Besuche wegfällt. Belastbare Zahlen für Schweizer KMU gibt es dazu nicht, und wir nennen deshalb auch keine.
Wer nach einer KI-Antwort trotzdem klickt, ist meist weiter im Entscheid. Er hat Anbieter verglichen und will jetzt einen Termin, eine Offerte oder ein Produkt. Google schreibt, dass Klicks aus KI-Antworten von höherer Qualität seien, weil Nutzer länger auf der Website bleiben. Das ist die Aussage von Google, keine unabhängige Messung. Unsere Einschätzung: Für KMU zählt weniger die Zahl der Besuche als die Zahl der Anfragen und Bestellungen. Messen Sie deshalb diese.
In ChatGPT gefunden werden: Was Ihre Website braucht
KI-Antworten stützen sich auf Quellen, die gut auffindbar, klar formuliert und glaubwürdig sind. Daraus ergeben sich fünf Grundlagen, die für jede Firmenwebsite gelten:
01
Auffindbar sein
Ihre Seiten sind bei Google und Bing indexiert, laden schnell und zeigen ihren Inhalt auch ohne JavaScript. Die Such-Crawler von Google und OpenAI sind nicht gesperrt.
02
Klar antworten
Für jede wichtige Kundenfrage gibt es eine Seite mit der Antwort im ersten Absatz: was Sie anbieten, für wen, in welcher Region, wie der Ablauf ist und was es ungefähr kostet.
03
Daten strukturieren
Name, Adresse, Öffnungszeiten, Leistungen und Produkte sind als strukturierte Daten nach schema.org hinterlegt und stimmen mit dem sichtbaren Text überein.
04
Bestätigt werden
Ihr Google Unternehmensprofil und Ihre Einträge auf local.ch und search.ch sind vollständig und gleichlautend. Bewertungen, Verbände und Fachportale erwähnen Sie.
05
Aktuell bleiben
Preise, Angebote und Ansprechpartner sind auf dem neuesten Stand. Veraltete Seiten werden aktualisiert oder entfernt, damit die KI keine alten Angaben weitergibt.
Checkliste: Firmenwebsite, Onlineshop oder B2B-Shop
Für Dienstleister, Handwerk und Beratung zählt vor allem, dass die KI Ihre Leistungen, Ihre Region und Ihre Kontaktdaten eindeutig zuordnen kann.
- Eine Seite pro Leistung, mit Region, Ablauf und Richtpreis oder Preisspanne.
- Eine Seite mit häufigen Fragen, die Kundenfragen in deren Worten beantwortet.
- Strukturierte Daten für Organization oder LocalBusiness mit Adresse, Telefon und Öffnungszeiten.
- Google Unternehmensprofil, local.ch und search.ch vollständig und mit identischen Angaben.
- Referenzen und Kundenstimmen mit Ort und Branche, damit die KI Sie einordnen kann.
Im Shop entscheidet die Qualität der Produktdaten, ob ein Produkt in einer KI-Antwort oder einem Produktvergleich auftaucht.
- Vollständige Produktdaten: GTIN, Marke, Varianten, Masse, Material und aussagekräftige Bilder.
- Preise inklusive MWST, Verfügbarkeit, Lieferzeit, Versandkosten und Rückgaberegeln auf der Produktseite.
- Strukturierte Daten für Product und Offer, die mit Preis und Lagerbestand im Shop übereinstimmen.
- Ein Produkt-Feed für Google Merchant Center, der sich automatisch mit Shop und Lager abgleicht.
- Saubere Kategorien und Filter, damit Produkte nach Eigenschaften gefunden werden.
Im B2B-Geschäft sind Preise oft kundenspezifisch. Trotzdem sollte öffentlich sichtbar sein, was Sie liefern und für wen.
- Öffentliche Produktseiten mit technischen Daten, Normen und Datenblättern, auch wenn der Preis erst nach dem Login erscheint.
- Klare Angaben zu Mindestmengen, Lieferzeiten und Liefergebiet.
- Artikelnummern von Hersteller und GTIN, damit Einkäufer und KI-Systeme Produkte eindeutig zuordnen.
- Eine Schnittstelle zum ERP, damit Bestand und Lieferzeit stimmen.
Strukturierte Daten: Was sie bringen und was nicht
Strukturierte Daten sind eine maschinenlesbare Beschreibung Ihrer Seite nach dem Standard schema.org. Sie sagen einer Suchmaschine eindeutig: Das ist der Firmenname, das die Adresse, das der Preis, das die Verfügbarkeit.
Für die Übersicht mit KI und den KI-Modus verlangt Google keine besonderen strukturierten Daten. Sie helfen aber, Ihre Angaben eindeutig zu machen, und sind für Produkte in Google Shopping weiterhin wichtig. Wichtig ist, dass sie mit dem sichtbaren Text übereinstimmen.
Ein Beispiel, wie schnell sich das ändert: Die erweiterten FAQ-Ergebnisse, also aufklappbare Fragen direkt in der Trefferliste, zeigt Google seit dem 7. Mai 2026 nicht mehr an. Eine gute Seite mit häufigen Fragen lohnt sich trotzdem, weil sie Kundenfragen direkt beantwortet. Genau das suchen KI-Systeme.
Soll ich KI-Crawler in der robots.txt sperren?
In der Datei robots.txt legen Sie fest, welche Crawler Ihre Website besuchen dürfen. Viele Firmen haben in den letzten Jahren KI-Crawler pauschal gesperrt. Das kann sinnvoll sein, wenn Sie Ihre Texte nicht für das Training von KI-Modellen hergeben wollen. Es kann aber auch dazu führen, dass Sie in KI-Antworten nicht mehr vorkommen.
Entscheidend ist, welchen Crawler Sie sperren. Die Anbieter trennen inzwischen zwischen Training und Suche:
KI-Crawler und Einstellungen: Was eine Sperre bewirkt
| Crawler oder Einstellung | Wofür | Was eine Sperre bewirkt |
|---|---|---|
| OAI-SearchBot (OpenAI) | Suche in ChatGPT | Ihre Seiten erscheinen nicht mehr in den Suchantworten von ChatGPT, höchstens noch als einfacher Link. |
| GPTBot (OpenAI) | Training der KI-Modelle | Ihre Inhalte werden nicht für das Training verwendet. Auf die Suche in ChatGPT hat das keinen Einfluss. |
| ChatGPT-User (OpenAI) | Seitenaufrufe, die ein Nutzer in ChatGPT auslöst | Laut OpenAI gilt robots.txt hier möglicherweise nicht, weil ein Mensch den Aufruf auslöst. |
| Google-Extended | Training und Antworten von Gemini | Kein Einfluss auf die Google-Suche und das Ranking, laut Google. |
| Search Console: Search generative AI | Übersicht mit KI und KI-Modus von Google | Ihre Seiten erscheinen dort nicht mehr. Die normale Suche bleibt laut Google unberührt. |
| Googlebot | Google-Suche insgesamt | Sie verschwinden aus der Google-Suche. Nicht sperren. |
Unsere Empfehlung für die meisten KMU: Lassen Sie die Such-Crawler zu, also OAI-SearchBot und Googlebot. Ob Sie GPTBot und Google-Extended für das Training zulassen, ist eine Grundsatzfrage, die Sie bewusst entscheiden sollten. Für die Sichtbarkeit in der Suche spielt sie nach Angaben der Anbieter keine Rolle.
Wer bei Google ganz aus der Übersicht mit KI und dem KI-Modus heraus will, nutzt die Einstellung Search generative AI in der Search Console. Google hat sie im Juni 2026 eingeführt und bis Ende August 2026 für alle Websites weltweit freigeschaltet. Bedenken Sie: Sie verzichten damit auf Sichtbarkeit genau dort, wo Ihre Kunden zunehmend suchen.
Agentic Commerce: Können KI-Agenten schon in Ihrem Onlineshop einkaufen?
Agentic Commerce heisst: Ein KI-Assistent sucht nicht nur Produkte, sondern kauft sie im Auftrag des Kunden. Die Anbieter arbeiten daran, der Stand ist aber widersprüchlich und für die Schweiz noch weit weg.
Der Stand bei OpenAI, Google und Stripe
September 2025
OpenAI startet Instant Checkout
Kauf direkt in ChatGPT, zuerst nur in den USA, entwickelt mit Stripe auf Basis des Agentic Commerce Protocol.
Januar 2026
Google stellt Universal Commerce Protocol vor
Kauf im KI-Modus und in Gemini. Heute für ausgewählte Händler in den USA, in Kanada und in Australien.
März 2026
OpenAI rückt vom eigenen Checkout ab
ChatGPT konzentriert sich auf die Produktsuche, gekauft wird im Shop des Händlers. Shopping ist vorerst nur in den USA live.
30. Juni 2026
Stripe kündigt Deutschland an
Firmen in Deutschland sollen Produkte ab Ende 2026 direkt in KI-Oberflächen verkaufen können.
Schweiz
Noch kein Termin
Keiner der Anbieter hat einen Start für die Schweiz oder Liechtenstein angekündigt.
Was heisst das für Ihren Shop? Hektik ist nicht nötig. Alle Ansätze haben eines gemeinsam: Sie brauchen vollständige, aktuelle Produktdaten, die sich maschinell abrufen lassen. Preis, Bestand, Varianten, Versand und Rückgabe müssen stimmen, sonst empfiehlt eine KI Ihr Produkt nicht oder empfiehlt es falsch. Wer seine Produktdaten heute für Google Merchant Center sauber pflegt, ist für die nächsten Schritte gut vorbereitet.
Im Vorteil ist, wer seine Daten selbst in der Hand hat. Auf einer offenen Shop-Plattform ohne Lizenzkosten gehören Ihnen Produktdaten, Bestellungen und Schnittstellen. Sie können neue Kanäle anbinden, sobald sie in der Schweiz verfügbar sind, ohne auf den Fahrplan eines Plattformanbieters zu warten. Wie ein solcher Umstieg aussieht, zeigt unsere Referenz Extremprint: Die Online-Druckerei ist von WooCommerce auf eine offene Shop-Plattform gewechselt.
Was Sie heute messen können und was nicht
Heute messbar
- Besuche aus ChatGPT, Gemini, Copilot und ähnlichen Diensten: Google Analytics 4 fasst sie im Kanal «AI Assistant» zusammen.
- Links aus ChatGPT tragen den Parameter utm_source=chatgpt.com, Besuche aus Perplexity erkennen Sie am Verweis perplexity.ai.
- Wie oft Ihre Seiten in der Übersicht mit KI und im KI-Modus erschienen sind: im Bericht zu generativer KI in der Search Console.
- Anfragen und Bestellungen nach Herkunft, wenn Sie im Kontaktformular fragen, wie man auf Sie gekommen ist.
Nicht oder kaum messbar
- Wie oft ChatGPT Ihre Firma nennt, ohne dass jemand klickt.
- Welche Fragen Kunden der KI gestellt haben, bevor sie zu Ihnen kamen.
- Klicks aus dem Google KI-Modus getrennt von der übrigen Google-Suche. Google zählt sie zur organischen Suche.
- Eine feste Position in KI-Antworten. Die Antworten ändern sich von Frage zu Frage und von Nutzer zu Nutzer.
Was kostet es, Website oder Shop für die KI-Suche fit zu machen?
Bei einer technisch soliden Website ist das meist kein grosses Projekt. Die Hauptarbeit liegt in klaren Texten, und die können Sie zum Teil selbst schreiben. Als Richtwerte bei einem Stundensatz von CHF 70:
- Prüfung von Auffindbarkeit, Crawler-Einstellungen und strukturierten Daten: 4 bis 8 Stunden, also CHF 280 bis 560.
- Strukturierte Daten für Firma, Standorte und Leistungen nachrüsten: 4 bis 16 Stunden, also CHF 280 bis 1'120.
- Produkt-Feed für Google Merchant Center aus einem bestehenden Shop: 8 bis 24 Stunden, also CHF 560 bis 1'680.
- Wird die Website im Browser zusammengesetzt und ist für Crawler kaum lesbar, lohnt sich oft ein Relaunch. Das ist ein eigenes Projekt.
Checkliste: Das sollten Sie in den nächsten Wochen tun
Fragen Sie ChatGPT und den Google KI-Modus nach Ihrer Branche und Ihrer Region und sehen Sie nach, wer genannt wird. Danach gehen Sie diese Punkte durch:
- Fragen Sie die KI direkt nach Ihrer Firma: Stimmen Leistungen, Adresse und Öffnungszeiten?
- Prüfen Sie Google Unternehmensprofil, local.ch und search.ch auf vollständige und gleichlautende Angaben.
- Lassen Sie prüfen, welche Crawler Ihre robots.txt sperrt, und entscheiden Sie bewusst.
- Schreiben Sie für Ihre fünf häufigsten Kundenfragen je eine klare Antwort auf Ihrer Website.
- Shop: Ergänzen Sie fehlende GTIN, Versandkosten, Lieferzeiten und Rückgaberegeln.
- Richten Sie in Google Analytics 4 und der Search Console die Berichte zu KI-Besuchen und KI-Impressionen ein.
- Fragen Sie neue Kunden, wie sie auf Sie gekommen sind, und erfassen Sie die Antwort.
Quellen und Hinweise
Den Start des KI-Modus in der Schweiz, in Deutschland und Österreich am 8. Oktober 2025 beschreibt der Google-Blog für Deutschland. Die Aussagen zu Anforderungen, strukturierten Daten und Klickqualität stammen aus der Google-Dokumentation zu KI-Funktionen für Websitebetreiber. Den Bericht zu generativer KI in der Search Console und die Einstellung Search generative AI beschreiben der Google Search Central Blog vom 3. Juni 2026, der Google-Blog mit Nachtrag vom 31. August 2026 und die Search-Console-Hilfe. Zu Google-Extended stützen wir uns auf die Google-Übersicht der Crawler, zum Ende der FAQ-Ergebnisse auf die Dokumentation zu FAQPage und zum Kauf im KI-Modus auf die Merchant-Center-Hilfe zum Universal Commerce Protocol.
OpenAI und Stripe
Die Angaben zu OAI-SearchBot, GPTBot und ChatGPT-User stammen aus der OpenAI-Dokumentation zu den Crawlern, der Parameter utm_source=chatgpt.com aus den OpenAI-FAQ für Publisher. Zum Stand von Shopping und Instant Checkout nutzen wir die Händlerseite von OpenAI und die Ankündigung von Instant Checkout vom September 2025. Die Angaben zu Deutschland stammen aus der Medienmitteilung von Stripe zur Stripe Tour Berlin vom 30. Juni 2026.
Studien und Messung
Die Zahlen zur KMU-Suche mit KI stammen aus der Studie «KMU Digital Pulse 2025» von localsearch und der Hochschule Luzern, wie sie localsearch im Dezember 2025 veröffentlicht hat. Die Zahl von 58 % der KMU stammt aus der Studie «KMU Digital Pulse 2026», einer Befragung von 504 Verantwortlichen in Schweizer KMU durch intervista im Mai 2026. Den Kanal «AI Assistant» beschreibt die Hilfe zu Google Analytics 4. Den Vorschlag llms.txt finden Sie auf llmstxt.org.
Stand und Hinweis
Die Angebote von Google, OpenAI und anderen ändern sich schnell. Prüfen Sie Termine und Verfügbarkeit vor einem Entscheid beim Anbieter. Niemand kann eine Nennung in KI-Antworten garantieren, auch wir nicht. Die Kostenangaben sind Richtwerte und ersetzen keine Offerte.
Stand: November 2026.
Häufige Fragen
Wie kommt meine Firma in ChatGPT-Antworten?
Einen Eintrag, der Ihre Nennung in normalen ChatGPT-Antworten garantiert, gibt es nicht. ChatGPT sucht bei vielen Fragen im Web und stützt sich auf Seiten, die es lesen darf und die eine Frage klar beantworten. Achten Sie deshalb darauf, dass der Such-Crawler OAI-SearchBot nicht gesperrt ist, dass Ihre Website Leistungen, Preise und Region verständlich beschreibt und dass Ihre Angaben auf Google, local.ch und anderen Verzeichnissen übereinstimmen. Erwähnungen auf Drittseiten wie Branchenportalen oder in der Lokalpresse helfen zusätzlich.
Soll ich KI-Crawler in der robots.txt sperren?
Für die meisten KMU lautet die Antwort nein, zumindest nicht die Crawler, die für die Suche zuständig sind. Wer OAI-SearchBot sperrt, erscheint nicht mehr in den Suchantworten von ChatGPT. GPTBot und Google-Extended steuern dagegen nur, ob Ihre Inhalte für das Training von KI-Modellen verwendet werden dürfen, und haben laut OpenAI und Google keinen Einfluss auf die Suche. Für die Übersicht mit KI und den KI-Modus von Google gibt es seit 2026 eine eigene Einstellung in der Search Console.
Kann man messen, wie viele Besucher aus ChatGPT kommen?
Ja, die Klicks lassen sich messen, die blossen Nennungen nicht. ChatGPT hängt an Links den Parameter utm_source=chatgpt.com an, und Google Analytics 4 fasst Besuche aus ChatGPT, Gemini, Copilot und ähnlichen Diensten im Kanal «AI Assistant» zusammen. Klicks aus der Übersicht mit KI und dem KI-Modus von Google zählen dagegen zur organischen Suche. Wie oft Ihre Firma in einer Antwort genannt wird, ohne dass jemand klickt, zeigt Ihnen heute kein Werkzeug zuverlässig.
Können KI-Agenten schon in meinem Onlineshop einkaufen?
In der Schweiz und in Liechtenstein heute praktisch nicht. OpenAI ist 2026 vom eigenen Bezahlvorgang in ChatGPT abgerückt, der Kauf findet wieder im Shop des Händlers statt, und Shopping in ChatGPT ist vorerst nur in den USA verfügbar. Google bietet den Kauf im KI-Modus für ausgewählte Händler in den USA, in Kanada und in Australien an, und Stripe hat den Verkauf über KI-Oberflächen für Firmen in Deutschland ab Ende 2026 angekündigt. Für die Schweiz hat keiner dieser Anbieter einen Termin genannt, vollständige Produktdaten zahlen sich aber schon heute aus.
Medusa, Shopify oder WooCommerce: Was empfehlen Sie?
Für einen Shop mit Standardprodukten und Standardpreisen reicht Shopify oder WooCommerce. Medusa empfehlen wir, wenn kundenindividuelle Preise, konfigurierbare Produkte, Freigabeprozesse oder eine enge ERP-Anbindung gefragt sind. Die Entscheidung treffen wir in der Vorstudie anhand Ihrer Anforderungen.
Werden Bestände und Preise in Echtzeit abgeglichen?
Dort, wo es sich lohnt. Bestellungen und Verfügbarkeiten laufen in der Regel innert Sekunden, Stammdaten und Preise in Intervallen. Entscheidend ist, was Ihr ERP zulässt und wo Verzögerungen Geld kosten.
Passende Leistungen:E-CommerceIndividualsoftware
Sprechen wir über Ihren Fall.
20 Minuten genügen, um zu klären, ob sich eine eigene Lösung für Sie lohnt.