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FileMaker ablösen: Wann es sich lohnt und wie der Umstieg gelingt

Von Dominik Natter · Zuletzt aktualisiert am 3. November 2026 · 3 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Eine FileMaker-Lösung abzulösen lohnt sich, wenn sie geschäftskritisch ist, an einer Person hängt oder mit ERP, Kunden und weiteren Standorten Daten austauschen muss. Läuft sie stabil und ist die Pflege gesichert, ist Modernisieren oft günstiger als Ersetzen. Eine Ablösung durch eine Webanwendung kostet je nach Umfang CHF 40'000 bis 150'000. Sie erfolgt am besten in Etappen, die erste ist nach sechs bis zehn Wochen produktiv.

Woran Sie merken, dass die Lösung an Grenzen kommt

FileMaker ist kein schlechtes Werkzeug. Viele Betriebe haben damit über Jahre einen Ablauf abgebildet, den kein Standardprodukt konnte. Probleme entstehen meist nicht durch FileMaker selbst, sondern durch das, was um die Lösung herum gewachsen ist.

  • Nur eine Person kennt Aufbau, Skripte und Sonderfälle.
  • Daten werden zwischen FileMaker und ERP doppelt erfasst oder per Export übertragen.
  • Zugriff von unterwegs, für Kunden oder für weitere Standorte ist nicht oder nur umständlich möglich.
  • Berechtigungen und Nachvollziehbarkeit genügen den Anforderungen von Revision oder Kunden nicht mehr.
  • Die Lösung läuft auf einer alten Version, weil ein Update Skripte oder Plug-ins brechen würde.
  • Auswertungen für die Geschäftsleitung entstehen von Hand in Excel.
Einstieg für die Ablösung durch eine Webanwendung, bis CHF 150'000
CHF 40'000
Wochen, bis die erste Etappe produktiv ist
6 bis 10
Monate dauert die Ablösung insgesamt
3 bis 8
Einstieg für die Vorstudie zum Festpreis, bis CHF 9'000
CHF 4'000

Modernisieren, Standardprodukt oder Webanwendung

Sie bleiben bei FileMaker, bringen die Lösung auf eine aktuelle Version, räumen Datenmodell und Skripte auf und dokumentieren sie.

Das ist die günstigste Option, wenn der Ablauf passt und jemand die Lösung weiter pflegen kann.

Welche Option passt zu Ihrer Lage

Ihre LageOptionHinweis
Lösung läuft stabil, Pflege ist gesichertModernisierenbei FileMaker bleiben
Ablauf entspricht weitgehend dem StandardStandardproduktERP-Modul oder Branchenlösung
Geschäftskritisch, mehrere Systeme, viele NutzerWebanwendung nach MassCHF 40'000 bis 150'000
Nur eine Person nutzt die LösungMeist nicht nötigdokumentieren und sichern

Was eine Ablösung kostet

Eine Ablösung durch eine Webanwendung kostet CHF 40'000 bis 150'000 und dauert drei bis acht Monate. Massgebend sind der Funktionsumfang der heutigen Lösung, die Qualität der Daten und die Zahl der Anbindungen. Am Anfang steht eine Vorstudie zum Festpreis von CHF 4'000 bis 9'000. Sie liefert Bestandsaufnahme, Zielbild, Etappenplan und Kostendach.

Rechnen Sie neben den Projektkosten mit 15 bis 20 Prozent pro Jahr für Wartung und Betrieb. Dafür entfallen nach dem vollständigen Umstieg die FileMaker-Lizenzen, und die Abhängigkeit von einer einzelnen Person fällt weg.

So läuft eine Ablösung in Etappen

  1. 01

    Bestandsaufnahme

    Gemeinsam mit den Anwendern dokumentieren wir, was die Lösung heute tut, inklusive Skripte, Layouts und Sonderfälle.

  2. 02

    Zielbild

    Sie entscheiden, was übernommen, vereinfacht oder gestrichen wird. In gewachsenen Lösungen werden oft Funktionen nicht mehr gebraucht.

  3. 03

    Erste Etappe

    Der Bereich mit dem grössten Schmerz wird zuerst abgelöst und ist nach sechs bis zehn Wochen produktiv. Der Rest läuft so lange in FileMaker weiter.

  4. 04

    Datenübernahme

    Die Bestände werden bereinigt, in mindestens einem Probelauf migriert und abgeglichen.

  5. 05

    Anbindung

    ERP, Buchhaltung und E-Mail werden verbunden, die doppelte Erfassung fällt weg.

  6. 06

    Umstieg

    Schulung, Parallelbetrieb nach Bedarf, danach wird die FileMaker-Datei archiviert.

Was mit Ihren Daten passiert

FileMaker-Daten lassen sich vollständig exportieren. Die Struktur ist aber oft historisch gewachsen: Felder mit mehreren Bedeutungen, Wiederholfelder, berechnete Werte und Containerfelder mit Dokumenten. Deshalb ist die Migration eine eigene Etappe.

Wir legen Regeln für Dubletten und Lücken fest, übernehmen die Dokumente aus Containerfeldern und prüfen das Ergebnis im Probelauf gemeinsam mit Ihren Fachleuten.

Worauf Sie achten sollten

  • Stellen Sie nicht alles auf einmal um. Etappen halten das Risiko klein und zeigen den Nutzen früh.
  • Übernehmen Sie nicht jede Funktion. Was niemand mehr nutzt, wird gestrichen.
  • Sichern Sie sich Quellcode und Dokumentation, damit Sie nicht wieder von einer Person abhängen.

Woher diese Angaben kommen

Preisrahmen und Dauer

Die Preisrahmen sind Richtwerte exkl. MWST und entsprechen den Preisrahmen auf unseren Leistungs- und Lösungsseiten. Massgebend für den Preis sind der Funktionsumfang der heutigen Lösung, die Qualität der Daten und die Zahl der Anbindungen.

Verbindlicher Preis

Verbindlich wird ein Preis mit dem Kostendach aus der Vorstudie zum Festpreis. Sie liefert Bestandsaufnahme, Zielbild, Etappenplan und Kostendach.

Stand: November 2026.

Lösung läuft stabil, Pflege ist gesichertModernisierenbei FileMaker bleiben
Ablauf entspricht weitgehend dem StandardStandardproduktERP-Modul oder Branchenlösung
Geschäftskritisch, mehrere Systeme, viele NutzerWebanwendung nach MassCHF 40'000 bis 150'000
Nur eine Person nutzt die LösungMeist nicht nötigdokumentieren und sichern

Häufige Fragen

Was passiert mit den Daten aus Excel oder FileMaker?

Sie werden bereinigt und übernommen. Die Migration ist eine eigene Etappe: Wir analysieren die Bestände, legen Regeln für Dubletten und Lücken fest und führen mindestens einen Probelauf durch, bevor umgestellt wird.

Können wir schrittweise umstellen?

Ja, und wir empfehlen es. Zuerst wird der Bereich mit dem grössten Schmerz abgelöst, die alte Lösung läuft für den Rest weiter. So ist der Nutzen früh sichtbar und das Risiko pro Schritt klein.

Wer hat die Rechte an Code und Daten?

Die Daten gehören Ihnen. Der Quellcode liegt in einem Repository, auf das Sie Zugriff haben, und die Nutzungsrechte daran gehen mit der vollständigen Bezahlung an Sie über. Wir setzen auf verbreitete Technologien wie Next.js, C# und PostgreSQL, damit auch ein anderes Team die Software weiterführen kann.

Passende Leistungen:IndividualsoftwareSchnittstellen

Sprechen wir über Ihren Fall.

20 Minuten genügen, um zu klären, ob sich eine eigene Lösung für Sie lohnt.